Leonhard Helm, Königstein - Verkehr & Gewerbe

Verkehrsbelastung senken, Handel & Gewerbe beleben

Königstein ist Wohnstadt und heilklimatischer Kurort. Das verpflichtet uns, weiter eine Lösung für den Durchgangsverkehr aus dem Taunus (B8) wie auch zwischen Bad Homburg und Wiesbaden (B455) zu finden. Der Kreiselumbau konnte zwar die Stauzeiten effektiv wesentlich verringern und durch einen neuen, glatten Straßenbelag auf der ganzen Länge der Ortsdurchfahrt auch den Verkehrslärm etwas mindern, er hat aber die Belastungen der Stadt und ihrer Bürger durch Abgase gerade am Kreisel noch kaum verändert. Wichtig ist nun, dass er endlich vollständig in Betrieb gehen kann - die Klage der Nachbarn muss endlich beigelegt werden.

Eine Reduktion des Durchgangsverkehrs durch den Bau der Westumgehung können wir nicht mehr erhoffen, der Regierungspräsident in Darmstadt hat den Plänen eine endgültige Absage erteilt. Der Lösung des Verkehrsproblems sind wir daher nicht näher gekommen. Wichtig ist daher, dass gerade in Fragen wie der des Lärmschutzes für die Anwohner Hilfe von Land und Bund erfolgt, die als Baulastträger die Verantwortung tragen - auch wenn sich so extreme Standards, wie die von Bad Homburg für die PPR-Kreuzung in Form einer Untertunnelung geforderte Maßnahme, leider nicht finanzieren lassen.

Die Stadt Königstein verleiht an Bürger und Gäste der Stadt Elektro-Fahrräder.

Beitragen kann die Stadt zum Schutz vor Straßenlärm und Abgasen allerdings durch die Förderung der Elektromobilität. Nach der E-Tankstelle auf dem großen Parkplatz wird eine weitere Elektro-Tankstelle auf den Parkplatz Burgweg die Bedeutung dieser Technologie besonders betonen - und der Verleih von Elektrofahrrädern in der Kur- und Stadtinformation zeigt seit letztem Jahr die Möglichkeiten auf, auch den Freizeitverkehr emissionsfrei zu gestalten und dabei auch noch besonders viel Vergnügen zu haben.

Besonders wichtig für die Verkehrsentlastung ist der öffentliche Personennahverkehr. Durch den Einsatz kleinerer Stadtbusse konnte die Anbindung aller Wohngebiete an die Innenstadt verbessert werden - insbesondere in der Siedlung ermöglicht dies gerade den älteren Bürgern, wieder aktiv am städtischen Leben teilzuhaben. Allerdings muss in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverband Hochtaunus daran gearbeitet werden, dass sich die Busunternehmer auch an die Vorgabe halten, kleine Busse einzusetzen. Noch ein Wunschtraum ist eine Verlegung der überörtlichen Buslinien von der Stadtmitte an den Bahnhof: Dies konnte aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit des Bahnhofes bisher nicht umgesetzt werden. Allerdings soll mit der Neugestaltung des Busbahnhofs in der Georg-Pingler-Straße die Zahl der dort wartenden Busse reduziert und diese durch ein neues System einer elektronischen Steuerung der Busse und der Bussteige entsprechend zu pünktlichen An- und Abfahrten angehalten werden.

Mit dem Bau der Tiefgarage in der Stadtgalerie wurde eine alte Forderung der Geschäftswelt in der Innenstadt umgesetzt. Durch kleine städtische Maßnahmen, wie das Schrägparken in der Georg-Pingler-Straße oder zuletzt die Erweiterung des Parkplatzes Milchhof mit dem neuen Durchgang in die Fußgängerzone, wurden in meiner Amtszeit neue Parkplätze ermöglicht. Auch das neue Parkdeck an der Kirchstraße kann zusammen mit der dort angesiedelten Postagentur die Belebung der Innenstadt verbessern. Erforderlich ist nun allerdings, dass wie geplant das neue Parkplatzangebot durch ein Parkleitsystem mit einer Anzeige der Freikapazitäten verdeutlicht. Eine optische und bauliche Anbindung des Parkhauses in der Stadtgalerie an die Innenstadt muss als weiterer Schritt der Neugestaltung des Bereichs der Konrad-Adenauer-Anlage verstärkt Besucher auf den neuen Kapuzinerplatz und weiter die Fußgängerzone leiten.

In der Einkaufszone unserer Stadt muss nun durch eine geschickte Steuerung der Flächenbelegung ein attraktiver Geschäfts- und Branchenmix erhalten und verbessert werden - hierzu bedarf es der Zusammenarbeit von Stadt und Gewerbetreibenden, wie ich sie angestoßen habe - aber auch der Selbstverpflichtung der Vermieter, bei der Vermietung auch die Stadt und die Geschäftswelt einzubeziehen - längerfristig kann dies helfen, die Werte der innerstädtischen Geschäftsimmobilien zu erhalten und zu stärken.